Was ist Blutdruck / Bluthochdruck

Was ist Blutdruck / Bluthochdruck

Juni 6, 2014|0 Kommentare|Uncategorized|von Praxis Durak

Der Druck mit dem das Blut durch die Arterien des Körpers gepumpt wird nennt man Blutdruck. Das Herz ist der Ausgangspunkt. Das rhythmische Zusammenziehen und Erschlaffen des Herzens nehmen wir als Herzschlag wahr. Hierdurch kommt es zu zwei messbaren Werten, welche für die Beurteilung des Blutdruckes wichtig sind.

Zum einen der „obere“ systolische Wert:
Dieser gibt den Druck ab, der beim Zusammenziehen des Herzens entsteht. Hierbei wird das Blut in die Adern gepresst.
Zum anderen der „untere“ diastolische Wert:
Dieser gibt den Druck an, welcher beim Erschlaffen des Herzens entsteht. In diesem Moment füllt das Herz sich erneut mit Blut.

Was Sie über Bluthochdruck wissen sollten:
Statistisch gesehen leidet jeder 5. Deutsche über 40 an einem Bluthochdruck. „Leiden“ ist das falsche Wort, denn richtige Beschwerden verursacht der Bluthochdruck (Hypertonie) bei den Betroffenen erstmal nicht. Doch bleibt eine Hypertonie unerkannt, kann es zu schweren Folgeerkrankungen kommen.

Wann ist ein Blutdruck zu hoch?
Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat eine genaue Unterteilung in verschiedene Stadien der Hypertonie unternommen. Siehe folgende Tabelle der WHO:

Bewertung systolisch (mm Hg) diastolisch (mm Hg)
Optimaler Blutdruck < 120 < 80 Normaler Blutdruck 120–129 80–84 Noch Normaler Blutdruck 130–139 85–89 Leichte Hypertonie (Schweregrad 1) 140–159 90–99 Mittelschwere Hypertonie (Schweregrad 2) 160–179 100–109 Schwere Hypertonie (Schweregrad 3) > 180 > 110
Isolierte systolische Hypertonie > 140 < 90 Welche Folgeerkrankungen können durch eine Hypertonie entstehen?
Ein erhöhter Blutdruck ruft keine besonderen Beschwerden hervor. Bei dem Blick auf mögliche Folgeschäden jedoch wird schnell klar, dass es sich dennoch um eine ernstzunehmende Erkrankung handelt. Eine unbehandelte Hypertonie kann zu Schädigungen an Nieren, Herz, Gehirn, Augen und Kreislauf führen. Die häufigsten Folgeerkrankungen sind:
– Herzinfarkt
– Herzinsuffizienz
– Schlaganfall
– Blindheit
– Arteriosklerose
– Nierenversagen

Welche Ursachen / Risikofaktoren spielen bei einer Hypertonie eine Rolle?
Auf der Suche nach Gründen einer Hypertonie lassen sich nur bei einem Bruchteil der Erkrankten organische Erkrankungen wie z. B: Nierenerkrankung oder Hormonstörungen finden. Hierbei spricht man dann von einer sekundären Hypertonie.
In der Regel findet man jedoch keine unmittelbare Ursache. Bei dieser Form spricht man von einer essentiellen Hypertonie. Diese kann bei Patienten mit einer erblichen Veranlagung auftreten.

Eine Zunahme der Hypertonie entsteht im Allgemeinen, wenn dies unbehandelt bleibt. Das Risiko für die bereits genannten Folgeerkrankungen steigt, besonders in Verbindung mit anderen schädlichen Einflüssen:
- Übergewicht
- Fett- und zuckerreiche Ernährung
- Übermäßiger Kochsalzverzehr
- Rauchen
- Bewegungsmangel
- Erhöhter Alkoholkonsum
- Dauerstress
- Diabestes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Arteriosklerose (Arterienverkalkung)

Das sogenannte hochsensitive C-reaktive Protein (hsCRP) ist ein weiterer, noch nicht so lange bekannter, Risikofaktor. Das hsCRP ist, wenn es erhöht ist, ein Zeichen für eine Arteriosklerose, dieser Wert kann in einer speziellen Laboruntersuchung bestimmt werden.

Ihre Blutgefäße werden vor allem durch Risikofaktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen und Alkohol geschädigt.

Wie kann man einer Hypertonie vorbeugen?
Das positive als aller Erstes: Ihren Blutdruck günstig zu beeinflussen und eventuell entstehende Folgeschäden zu vermeiden haben Sie in der Hand! Die Grundvoraussetzung ist ein vorbeugender und therapieunterstützender Lebenswandel. So sollten Sie auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung achten und mögliches Übergewicht reduzieren. Des Weiteren sollten Sie auf Genussmittel, wie z. B. das Rauchen, verzichten und für ausreichend Bewegung, z.B. durch Wandern, Laufen (Joggen), sorgen.

Jedoch hängt es auch vom Schweregrad der Hypertonie ab, ob zusätzlich ein medizinisches Präparat gegeben werden muss. Da es sich um eine chronische Erkrankung handelt, müssen Betroffenen mit einer medizinisch diagnostizierten Hypertonie oft zusätzlich und dauerhaft Medikamente einnehmen.

Wieso sind regelmäßige Blutdruckkontrollen wichtig?
Da man einen erhöhten Blutdruck nicht „fühlen“ kann, sind regelmäßige Blutdruckkontrollen wichtig. Es macht zum einen die Erfolge von Lebens- oder Therapieumstellungen messbar und zum anderen lassen sich Druckerhöhungen feststellen.

Das Wichtigste noch einmal auf einen Blick!
So bekommen Sie den Blutdruck in den Griff:
1. Beachten Sie stets die Empfehlung Ihres Arztes.
2. Messen Sie regelmäßig Ihren Blutdruck und nehmen Sie regelmäßig Ihre Medikamente ein.
3. Versuchen Sie mit dem Rauchen zu aufzuhören oder zumindest zu reduzieren.
4. Versuchen Sie Ihr Normalgewicht zu erreichen.
5. Achten Sie auf eine ballaststoffreiche Ernährung (Viel Obst und Gemüse)
6. Ernähren Sie sich fettarm. Bevorzugen Sie pflanzliche Fette und hochwertige Öle, wie z B. Pflanzenmargarine
oder Olivenöl.
7. Ersetzen sie Kochsalz durch andere Gewürze.
8. Schränken Sie Ihren Alkoholkonsum ein.
9. Betreiben Sie regelmäßig Sport und fördern Sie die körperliche Bewegung
10. Sorgen Sie für ausreichend Schlaf und Entspannung. Versuchen Sie Stress zu vermeiden.

WICHTIG:
Sollten die, von Ihnen gemessen, Werte von Tag zu Tag schwanken, keine Sorge, dies kann normal sein. Sollten Sie sich trotzdem Sorgen machen, wenden Sie sich bitte umgehend an uns und verändern Sie auf KEINEN Fall selbstständig etwas an Ihrer Medikation.

Kommentar hinzfugen